Welche physikalischen Zusammenhänge stecken hinter der Fokussierung einer Kamera?
Die Fokussierung der Kamera erfolgt, wenn die Lichtstrahlen vom Objekt präzise auf dem Bildsensor zusammenlaufen. Dies richtig zu bewerkstelligen, ist die Grundlage jedes Bildverarbeitungssystems.
Der Abstand zwischen Objektiv und Sensor, bei dem eine scharfe Fokussierung erfolgt, wird als hintere Brennweite bezeichnet. Wenn Sie den Fokus einstellen, passen Sie diesen Abstand an Ihren Arbeitsabstand an (d. h. an die Entfernung zu Ihrem Motiv).
Bei M12-Objektiven verschiebt sich das Objektiv bei jeder vollständigen Umdrehung um 0,5 mm (aufgrund der Gewindesteigung von M12×0,5). Dadurch verschiebt sich die Fokusebene am Objekt je nach Brennweite um etwa 10 bis 50 mm. C-Mount-Objektive funktionieren anders: Sie verwenden anstelle eines Gewindes einen internen Fokusring.
Wichtige Begriffe, die Sie kennen sollten
Effektive Brennweite (EFL): Bestimmt das Sichtfeld und die Schärfentiefe. Diese Angabe findet sich in der Regel in den Objektivspezifikationen (z. B. „4-mm-Objektiv“).
Mechanische hintere Brennweite: Abstand zwischen der Rückseite des Objektivgehäuses und dem Sensor. Dieser Wert bestimmt, ob ein Objektiv physisch auf Ihre Kamera passt.
Flanschbrennweite: Bei C-Mount-Systemen ist diese auf 17,526 mm vom Montageflansch bis zum Sensor standardisiert.
Hinweis: Die optische hintere Brennweite (Abstand vom letzten optischen Element zur Bildebene) wird bei der Kamerakonstruktion selten herangezogen. Die mechanische hintere Brennweite entscheidet darüber, ob ein Objektiv physisch in Ihre Kamera passt und mit dieser fokussieren kann. Ziehen Sie Commonlands M12-Objektive für kompakte Anwendungen oder C-Mount-Objektive für Systeme mit standardisiertem Flanschbrennweitenabstand in Betracht. Überprüfen Sie vor der Auswahl eines Objektivs die Pixelgröße und das optische Format Ihres Sensors in unserer Referenz zu Bildsensoren, da der Bildkreis des Objektivs die gesamte Diagonale Ihres Sensors abdecken muss.
Wie stelle ich ein M12-Objektiv scharf?
Die Fokussierung von M12-Objektiven für Kameras auf Leiterplattenebene erfordert eine systematische Einstellung des Gewindeanschlusses unter gleichzeitiger Überwachung der Bildschärfe. Jede Umdrehung entspricht einer Objektivbewegung von 0,5 mm. Der Schlüssel liegt in der Anwendung der Deckenzielmethode, um eine Bildneigung zu vermeiden.
Abweichungen bei den Gewindetoleranzen zwischen M12-Objektiven und -Halterungen führen häufig dazu, dass das Objektiv leicht schräg sitzt. Dadurch ist eine Seite Ihres Bildes scharf, während die andere unscharf ist – ein häufiges Problem, das in unserem technischen Leitfaden zu M12-Objektiven ausführlich beschrieben wird. Die Lösung? Richten Sie Ihre Kamera senkrecht nach oben auf ein Ziel an der Decke. Die Schwerkraft sorgt dafür, dass alles parallel bleibt.
Kamera sicher befestigen
Befestigen Sie die Kamera auf der Platine fest, entweder auf Ihr Ziel gerichtet oder nach oben, wenn Sie die Deckenzielmethode anwenden. Selbst kleinste Bewegungen während des Fokussierens beeinträchtigen die Ergebnisse.
Positionsprüfdiagramme
Platzieren Sie vier Testbilder bei 50 % der Bilddiagonale von der Bildmitte aus. So lässt sich eine eventuelle Neigung der Bildebene bereits während der Justierung sofort erkennen.
Gleichmäßig ausleuchten
Sorgen Sie für eine gleichmäßige Ausleuchtung im gesamten Sichtfeld. Uneinheitliche Beleuchtung kann Fokusprobleme verschleiern, indem sie falsche Kontrastverläufe erzeugt.
Die richtige Belichtung einstellen
Stellen Sie vor dem Fokussieren mithilfe von Graukarten die richtigen Belichtungseinstellungen ein. In unserer ausführlichen Anleitung zu den Belichtungseinstellungen weiter unten finden Sie Informationen zu den Verfahren mit OECF und ColorChecker.
Linse einschrauben, um scharfzustellen
Drehen Sie in Schritten von 1/16 Umdrehung (31,25 μm axiale Verschiebung). Achten Sie darauf, dass die Schärfe an allen Testpunkten gleich ist, nicht nur in der Mitte.
Sperren und überprüfen
Tragen Sie einen UV- und wärmehärtenden Klebstoff auf oder bringen Sie einen mechanischen Sicherungsring an und vergewissern Sie sich anschließend, dass während des Festziehens keine Fokusverschiebung aufgetreten ist.
Abbildung 2: Mehrere Testpunkte zeigen eine Neigung der Bildebene auf, die bei einzelnen Zielmarken in der Mitte nicht erkennbar ist
Profi-Tipp
Die Fokussierung anhand einer Deckenmarkierung ist in der Montageanlage für Kameramodule von Commonlands gängige Praxis. Unsere Fertigungslinien sind mit präzisen Deckenhalterungen mit integrierter Beleuchtung ausgestattet, um eine gleichmäßige, verzerrungsfreie Fokussierung bei allen Geräten zu gewährleisten. Ziehen Sie unsere professionellen Montagedienstleistungen für Produktionsmengen ab einer Mindestbestellmenge von 100 Stück in Betracht.
Wie fokussiere ich C-Mount-Objektive?
C-Mount-Objektive erfordern aufgrund ihres standardisierten Flanschbrennweitenabstands eine andere Art der Fokussierung. Sie haben einen festen Flanschbrennweitenabstand von 17,526 mm. Die Fokussierung erfolgt durch Drehen des Fokusrings am Objektiv und nicht, wie bei M12, durch Drehen des gesamten Objektivs.
Vorgehensweise beim Fokussieren mit C-Mount
- Objektiv an der Kamera befestigen: Schrauben Sie das C-Mount-Objektiv vollständig in die Fassung ein, bis der Flansch anliegt. Dadurch wird der genaue Abstand von 17,526 mm eingestellt.
- Blende einstellen: Für eine möglichst helle Ansicht beim Fokussieren auf die maximale Blendenöffnung öffnen, nach dem Fokussieren auf die Arbeitsblende abblenden.
- Fokusring drehen: Drehen Sie den Fokusring (nicht das gesamte Objektiv), während Sie das Live-Bild betrachten. Die meisten C-Mount-Objektive lassen sich um ca. 270° drehen.
- Verify across field: Check center and corners at working aperture. Industrial C-mount lenses should maintain <5% MTF variation.
- Fokusring arretieren: Ziehen Sie die Stellschrauben am Fokusring fest oder tragen Sie ein ablösbares Schraubensicherungsmittel auf, um ein Verrutschen während des Betriebs zu verhindern.
Commonlands bietet ein umfassendes Sortiment an C-Mount-Objektiven, die für Sensoren von 1/2" bis 1" optimiert sind und über Fokusringe verfügen, die eine stufenlose Einstellung und eine zuverlässige Arretierung ermöglichen. Diese Objektive zeichnen sich durch ein verzerrungsarmes Design aus und eignen sich ideal für Messanwendungen.
Kurzübersicht: M12 vs. C-Mount
- M12-Gewindesteigung 0,5 mm pro Umdrehung
- C-Mount-Flanschabstand 17,526 mm
- M12-Fokussierverfahren Fokussierlinse ein-/ausfahren
- Fokussiermethode bei C-Mount Fokusring drehen
Wie finde ich den Peak Focus mithilfe der Overshoot-Methode?
Die „Overshoot-and-Return“-Technik stellt sicher, dass Sie den tatsächlichen Fokus-Höchstwert finden und nicht nur ein lokales Maximum. Indem Sie den Punkt der besten Fokussierung bewusst überschreiten und dann mit feineren Anpassungen zurückkehren, beseitigen Sie Rückkopplungseffekte und stellen sicher, dass Sie das globale Optimum gefunden haben.
So funktioniert es: Fahren Sie bewusst über den Punkt mit der besten Schärfe hinaus und kehren Sie dann mit feineren Anpassungen zurück. M12-Gewinde weisen ein mechanisches Spiel (Backlash) von 10–30 μm auf, daher sollten Sie sich Ihrer endgültigen Fokusposition immer aus derselben Richtung nähern. Diese Methode eignet sich sowohl für die manuelle Einstellung als auch für die Überprüfung von MTF-Messkurven.
Abbildung 3: Die MTF-Kurve über den gesamten Fokusbereich veranschaulicht die „Overshoot-and-Return“-Methode zur Ermittlung der tatsächlichen Spitzenschärfe
Warum „Overshoot“ funktioniert
1. Beseitigt das Spiel: M12-Gewinde weisen ein mechanisches Spiel von ca. 10–30 μm auf.
2. Überprüft das globale Maximum: Durch das Durchlaufen des Bereichs wird sichergestellt, dass Sie nicht an einem lokalen Maximum stehen geblieben sind.
3. Gewährleistet Wiederholbarkeit: Wenn man sich immer aus derselben Richtung nähert, erhält man konsistente Ergebnisse.
4. Zeigt die Form der Fokussierkurve an: Das Verständnis des Schärfeabfalls hilft dabei, die Erwartungen an die Schärfentiefe einzuschätzen.
Welche Methode zur Fokussperre sollte ich wählen?
Die Wahl der Methode zur Fokussierung von Board-Level-Kameras wirkt sich auf die Langzeitstabilität, die Wartungsfreundlichkeit und den Produktionsdurchsatz aus. Jede Methode bietet bei der Befestigung von Board-Level-Objektiven spezifische Vorteile für unterschiedliche Anwendungen und Produktionsmengen.
| Verfahren | Aushärtungs-/Aushärtungszeit | Stärke | Wendbar | Am besten geeignet für |
|---|---|---|---|---|
| UV-härtender Klebstoff | 30–60 Sekunden | Mäßig | Nein | Innenräume/kontrollierte Umgebungen |
| UV- und Wärme-Doppelhärtung | 30 Sekunden UV + 5 Minuten Hitze | Hoch | Nein | Automobilindustrie, Outdoor, starke Vibrationen |
| Sicherungsring | Sofort | Mäßig | Ja | Forschung und Entwicklung, vor Ort wartbare Geräte |
| PTFE-/Teflon-Band | Sofort | Niedrig | Ja | Prototypenbau, temporäre Aufbauten |
Empfehlung von Commonlands
Für Serienfertigungen empfehlen wir einen UV- und wärmehärtenden Klebstoff, der als schmaler Wulst um die Schnittstelle zwischen Linse und Halterung aufgetragen wird. Dies gewährleistet maximale Witterungsbeständigkeit und sorgt gleichzeitig dafür, dass die optische Ausrichtung auch bei Temperaturwechseln erhalten bleibt. Unser Montageservice für Kameramodule umfasst diese professionelle Verriegelung standardmäßig.
Wie berechne ich die Schärfentiefe?
Durch korrekte Berechnungen der Schärfentiefe stellen Sie sicher, dass Ihr gesamter Objektbereich in akzeptabler Schärfe bleibt. Ihre Schärfentiefe hängt von der Brennweite, der Blende (Blendenzahl), der Sensorgröße und dem Arbeitsabstand ab.
Besuchen Sie unseren Rechner für die Schärfentiefe , um die optimalen Fokuseinstellungen für Ihre spezifische Objektiv-Sensor-Kombination und Ihre Anforderungen an den Arbeitsabstand zu ermitteln.
Wie stelle ich vor dem Zusammenbau die richtige Belichtung ein?
Vor der endgültigen Fokussierung müssen die richtigen Belichtungseinstellungen festgelegt werden, um eine gleichbleibende Bildqualität während der gesamten Produktion zu gewährleisten. Die Verwendung standardisierter Testbilder wie ColorChecker-Graufelder oder OECF-Charts ermöglicht eine wiederholbare Belichtungskalibrierung, durch die Abweichungen in Helligkeit und Kontrast zwischen den einzelnen Geräten vermieden werden.
Abbildung 5: Die Graufelder des ColorCheckers bieten eine einheitliche Belichtungsreferenz für alle Kameramodule
Einfaches Verfahren zur Belichtungseinstellung
Position „Graues Ziel“
Platzieren Sie eine 18-Prozent-Graukarte oder ein graues ColorChecker-Feld in Ihrem Arbeitsabstand unter den Produktionslichtverhältnissen.
Standardbeleuchtung einstellen
Legen Sie die Lichtverhältnisse in Ihrer Produktion fest. Dokumentieren Sie die Lux-Werte, um die Reproduzierbarkeit über alle Einheiten hinweg zu gewährleisten.
Sensoreinstellungen anpassen
Zielwert 118 RGB (46 % von 255) für 18 % Grau. Dies bietet optimalen Spielraum sowohl für Lichter als auch für Schatten.
Dokument-Einstellungen
Notieren Sie die Belichtungszeit, die Verstärkung und alle ISP-Parameter. Diese Werte dienen Ihnen als Produktionsstandards für alle Module.
Entscheidend für die Produktion
Stellen Sie die Belichtungsparameter immer ein, bevor Sie den Klebstoff zur Fokussicherung auftragen. Belichtungsänderungen nach der Fixierung können aufgrund von Schwankungen der Schärfentiefe bei unterschiedlichen Blendenwerten andere Fokuspositionen erfordern. Der Montageservice von Commonlands umfasst eine standardisierte Belichtungskalibrierung unter Verwendung professioneller Graustufen-Testbilder als Teil unseres Kameramodul-Montageprozesses.
Was sind häufige Probleme mit der Konzentration und wie lassen sie sich lösen?
Fokusprobleme verursachen Produktionsausfälle und verringern die Ausbeute. Das Verständnis der Ursachen ermöglicht gezielte Lösungen, die für langfristige Stabilität sorgen. Dank unserer Erfahrung aus der Montage von Tausenden von Kameramodulen konnten wir diese kritischen Probleme identifizieren und bewährte Lösungen finden.
| Problem | Symptome | Grundursache | Lösung |
|---|---|---|---|
| Fokusverschiebung | Die Schärfe lässt im Laufe von Stunden/Tagen nach | Mechanisches Lösen, schwache Verriegelung | Doppelhärtung durch UV-Licht und Wärme, Einhaltung der Drehmomentvorgaben |
| Eckenunschärfe | Mitte scharf, Ränder weich | Sensorneigung, Bildfeldkrümmung | Verwenden Sie die Deckenzielmethode und wählen Sie eine Linse mit geringer Feldkrümmung aus. |
| Materialinkompatibilität | Der Fokus ändert sich je nach Umgebung | CTE-Unterschiede, Kunststoffelemente | Vollglaslinsen, aufeinander abgestimmte Materialien |
| Lösen durch Vibration | Der Fokus verschiebt sich während des Betriebs | Unzureichendes Anzugsmoment | Zweifachhärtender Klebstoff + mechanische Retention |
| Einheitenabweichung | Jede Kamera benötigt eine andere Fokussierung | Kumulierung von Bauteil-Toleranzen | Aktiver Ausrichtungsprozess, strengere Qualitätskontrolle bei den Bauteilen |
Professionelle Dienstleistungen zur Montage von Kameramodulen
Commonlands bietet die komplette Montage von Kameramodulen mit professionellen Fokussierdienstleistungen ab einer Mindestbestellmenge von 100 Stück an. Unsere Reinraumanlagen und Präzisionsausrichtvorrichtungen gewährleisten gleichbleibende, serienreife Ergebnisse für Anwendungen in den Bereichen Robotik, Überwachung und Automobilindustrie.
Mindestbestellmenge: 100 Stück
Ideal für die Pilotproduktion und Kleinserien ohne hohe Mindestbestellmengen.
Hintergrundbeleuchtete vertikale Zielscheiben
Neigungsfreie Ausrichtung, die Fokusgradienten von links nach rechts beseitigt.
Professionelle Verriegelung
Standardmäßig UV- und Wärme-Doppelhärtung, individuelle Optionen verfügbar.
Qualitätssicherung
100 % optische Prüfung und Fokusüberprüfung.
Schnelle Bearbeitung
Bei den meisten Bestellungen beträgt die Standardlieferzeit 2–3 Wochen.
Lautstärkeregelung
Von 100 bis über 10.000 Einheiten bei gleichbleibender Qualität.
Abbildung 7: Montagestationen von Commonlands, die für die hochpräzise Fokussierung von Kameramodulen ausgerüstet sind
Sind Sie bereit, Probleme bei der Fokussierung zu beseitigen? Unser Team übernimmt den komplexen Ausrichtungsprozess, damit Sie sich ganz auf Ihre Anwendung konzentrieren können. Mindestbestellmenge: 100 Stück. Erfahren Sie mehr über unsere Montagedienstleistungen oder wenden Sie sich an unsere Ingenieure, um Ihre Anforderungen zu besprechen.
Sind Sie bereit, Konzentrationsprobleme zu beseitigen?
Unser Team kümmert sich um den komplexen Ausrichtungsprozess, damit Sie sich ganz auf Ihre Anwendung konzentrieren können.
Angebot für die Montage einholenWas ist „Active Alignment“? (Nur für die OEM-Produktion)
Die aktive Ausrichtung optimiert die Fokussierung und überwacht gleichzeitig die Bildqualität in Echtzeit, wodurch sich die Ausbeute bei der OEM-Großserienfertigung verbessert. Diese Technik ist aufgrund der erheblichen Investitionskosten und der komplexen Umrüstungsanforderungen zwischen verschiedenen Kameramodellen nur bei großen Produktionsserien wirtschaftlich.
Das Verfahren nutzt eine 6-Achsen-Positionierung mit MTF- oder Kontrast-Feedback, um Bauteil-Toleranzen durch die individuelle Optimierung jeder einzelnen Einheit auszugleichen. Dadurch steigt die Erstausbeute von ~85 % auf >98 %.
Wann eine aktive Ausrichtung sinnvoll ist
Empfohlene Mindestmenge: Ausschließlich OEM-Fertigung in großen Stückzahlen
Ertragssteigerung: Steigert die Erstdurchlaufausbeute von ca. 85 % auf über 98 %
Typische Anwendungsbereiche: ADAS-Kameras für Kraftfahrzeuge, Smartphone-Module, High-End-Überwachungssysteme
Investitionen in Ausrüstung: Erhebliche Kapitalkosten pro Ausrichtungsstation
Bei kleineren Stückzahlen liefert die manuelle Fokussierung mit geeigneten Halterungen und Deckenmarkierungen hervorragende Ergebnisse, ohne dass eine Investition erforderlich ist. Wenden Sie sich an Commonlands, um Standard-Montagedienstleistungen ab einer Mindestbestellmenge von 100 Stück in Anspruch zu nehmen.
Eine vollständige technische Beschreibung der aktiven Ausrichtung, einschließlich der 6-Achsen-Fehlerbilanz und des UV-Aushärtungsverfahrens, finden Sie in unserem Leitfaden zur aktiven Ausrichtung von Kameramodulen. Wenden Sie sich an unser Ingenieurteam, um weitere Informationen zu Ihrer spezifischen Anwendung zu erhalten. Weitere Ressourcen folgen in Kürze.
Häufig gestellte Fragen
Wie läuft die Fokussierung eines M12-Objektivs korrekt ab?
So fokussieren Sie ein M12-Objektiv: 1) Beginnen Sie mit dem Objektiv in der Nennposition, 2) Platzieren Sie ein Testziel in Ihrem Arbeitsabstand oder an der Decke, um eine neigungsfreie Ausrichtung zu gewährleisten, 3) Drehen Sie das Objektiv in Schritten von 1/16 Umdrehung und beobachten Sie dabei die Schärfe, 4) Passieren Sie den Punkt der besten Schärfe und kehren Sie dann mit feineren Anpassungen zurück, 5) Sichern Sie die Position mit einem UV- und wärmehärtenden Klebstoff oder dem Fokussierring. Jede vollständige Umdrehung verschiebt das Objektiv aufgrund der Gewindesteigung von M12 × 0,5 um 0,5 mm. Bei Produktionsmengen ab einer Mindestbestellmenge von 100 Stück sollten Sie den professionellen Montageservice von Commonlands in Betracht ziehen.
Wie stelle ich ein C-Mount-Objektiv scharf?
C-Mount-Objektive verfügen über einen festen Flanschbrennweitenabstand von 17,526 mm. Die Fokussierung erfolgt durch Verstellen des Fokusrings am Objektivtubus und nicht über ein Gewinde. Verwenden Sie dieselben Ziel- und Überprüfungsverfahren wie bei M12, drehen Sie jedoch den Fokusring anstelle des gesamten Objektivs. Sichern Sie die Einstellung mit Stellschrauben am Fokusring oder mit Reibungsband. Stöbern Sie in unserem Sortiment an C-Mount-Objektiven, um Optionen zu finden, die für Ihre Sensorgröße optimiert sind.
Warum sollte man zur Fokussierung Deckenmarkierungen verwenden?
Durch die Deckenzielmarken wird die durch Toleranzabweichungen beim M12-Gewinde verursachte Neigung der Bildebene beseitigt. Wenn die Gewinde nicht perfekt aufeinander ausgerichtet sind, sitzt das Objektiv in einem leichten Winkel, was dazu führt, dass eine Seite des Bildes scharf ist, während die gegenüberliegende Seite unscharf erscheint. Durch die Nutzung der Schwerkraft zur Gewährleistung einer perfekten Parallelität zwischen Sensor und Zielmarke verhindert die Deckenfokussierung diesen Fokusgradienten von links nach rechts. Diese Methode ist Standard in der professionellen Kameraproduktion und wird auch in der Montageanlage von Commonlands angewendet.
Was ist der Unterschied zwischen UV-Härtung und UV-Wärme-Kombihärtung?
UV-härtender Klebstoff härtet innerhalb von 30 bis 60 Sekunden aus, kann jedoch im Schatten liegende Bereiche aufweisen, die nicht vollständig aushärten. Bei der kombinierten UV- und Wärmehärtung (Dual-Cure) kommt eine thermische Aktivierung (80 °C für 5 Minuten) hinzu, die auch in im Schatten liegenden Bereichen eine vollständige Aushärtung gewährleistet und für überragende Festigkeit sowie Umweltbeständigkeit sorgt. Die kombinierte Aushärtung wird für Anwendungen im Automobilbereich und im Außenbereich empfohlen.
Was ist aktive Ausrichtung?
Bei der aktiven Ausrichtung wird die Position der Linse angepasst, während die Bildqualitätskennzahlen in Echtzeit überwacht werden. Dadurch werden Bauteil-Toleranzen ausgeglichen, indem jede Einheit individuell optimiert wird. Dies ist für die Großserienfertigung unerlässlich, bei der trotz Fertigungsschwankungen eine gleichbleibende Qualität erforderlich ist. Der Prozess nutzt in der Regel eine 6-Achsen-Positionierung mit MTF- oder Kontrast-Rückmeldung.
Wie kann ich verhindern, dass der Fokus mit der Zeit verschiebt?
Eine Fokusverschiebung wird verhindert durch: 1) die Anwendung geeigneter Fixierungsverfahren (doppelte Aushärtung durch UV-Licht und Wärme in der Serienfertigung), 2) die Auswahl mechanisch stabiler Materialien (Vollglaslinsen im Vergleich zu Kunststoff), 3) die Einhaltung einer ausreichenden Aushärtungszeit vor der Handhabung und 4) den Einsatz mechanischer Befestigungen als zusätzliche Sicherung in Umgebungen mit starken Vibrationen. Unser Montageservice umfasst validierte Fixierungsverfahren, die eine langfristige Stabilität gewährleisten.
Kann Commonlands meine Kameramodule zusammenbauen und fokussieren?
Ja, Commonlands bietet die komplette Montage von Kameramodulen an, einschließlich professioneller Fokussierung, Neigungskorrektur mithilfe von Deckenmarkierungen und dauerhafter Arretierung. Wir arbeiten in Reinraumumgebungen und verwenden Präzisionsvorrichtungen, um eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten. Zu unseren Dienstleistungen gehören die Integration von M12- und C-Mount-Objektiven, maßgeschneiderte Vorrichtungen nach Ihren Vorgaben sowie eine 100-prozentige optische Prüfung. Die Mindestbestellmenge beträgt 100 Stück. Wenden Sie sich an unser Ingenieurteam, um Ihre Anforderungen zu besprechen.
Welche Methode zur Fokussperre sollte ich für meine Anwendung verwenden?
Für die Serienfertigung: UV- und wärmehärtender Klebstoff. Für Forschung und Entwicklung: mechanische Sicherungsringe zur Einstellbarkeit. Für den Prototypenbau: PTFE-Klebeband zur vorübergehenden Befestigung. Für den Automobilbereich und den Außenbereich: Verwenden Sie aus Gründen der Temperaturbeständigkeit stets wärmehärtende Klebstoffe. Für wartungsfähige Produkte: Sicherungsringe mit Schraubensicherung. Jede Methode bringt Kompromisse zwischen Dauerhaftigkeit, Festigkeit und Reversibilität mit sich.