Was ist die Brennweite eines Objektivs? Technische Definition
Die Brennweite ist der Abstand zwischen der hinteren Hauptebene des Objektivs und dem hinteren Brennpunkt, wenn das Objektiv auf unendlich fokussiert ist, gemessen in Luft (Brechungsindex n = 1). Zusammen mit der Sensorgröße bestimmt dieser grundlegende optische Parameter das Winkelbildfeld; zusammen mit der Objektentfernung bestimmt er den Vergrößerungsfaktor.
Technische Präzision
For thick lens systems, focal length is specifically measured from the rear principal plane H' to the rear focal point F'. For thin lenses where thickness t << f, the principal planes coincide at the lens center, simplifying to the elementary definition.
Die Brennweite von Linsensystemen bestimmt zwei umgekehrte Abhängigkeiten:
- Längere Brennweite → Engeres Sichtfeld + Höhere Vergrößerung
- Kürzere Brennweite → Größeres Sichtfeld + Geringere Vergrößerung
Die Brennweitengleichung: Gaußsche Optik
Die grundlegende Brennweitengleichung verbindet Objektentfernung, Bildentfernung und Brennweite mithilfe der Gaußschen Linsenformel:
Wo: f = Brennweite, u = Objektentfernung, v = Bildabstand
Alle Abstände wurden von den Hauptebenen aus gemessen
Für Optikingenieure tritt die Brennweitengleichung häufiger in ihrer Vergrößerungsform auf:
Gibt den Betrag der Vergrößerung an; das reale Bild ist seitenverkehrt
Gilt nur für paraxiale Strahlen
Welche Rolle spielt die Brennweite beim Sichtfeld?
Um zu verstehen, was die Brennweite ist, muss man ihren Zusammenhang mit dem Sichtfeld betrachten. Bei geradlinigen Objektiven ergibt sich das Winkel-Sichtfeld wie folgt:
θ = Gesamtwinkel des Sichtfelds, d = Sensorabmessung, f = effektive Brennweite
Valid only for distortion < 2% and non-fisheye lenses
Brennweitenrechner – Ermitteln Sie die erforderliche EFL
Entscheidender Unterschied: EFL vs. BFL
Effektive Brennweite (EFL): Optischer Abstand von der hinteren Hauptebene zur Brennebene
(bestimmt das Sichtfeld)
Hintere Brennweite (BFL): Mechanischer Abstand vom hinteren Linsenhöckel zur Brennebene
(bestimmt den Einbauraum)
Flanschbrennweite: Abstand zwischen Anschluss und Sensor (17,526 mm bei C-Mount, variabel bei M12)
Vergrößerungsrechner
Korrekturen für das Sensorformat
| Format | Diagonale (mm) | Breite × Höhe (mm) | Crop-Faktor |
|---|---|---|---|
| 1/3" | 6.0 | 4,8 × 3,6 | 7.2× |
| 1/2,3" | 7.7 | 6,2 × 4,6 | 5.6× |
| 1/2" | 8.0 | 6,4 × 4,8 | 5.4× |
| 1/1,8" | 8.9 | 7,2 × 5,3 | 4.9× |
| 2/3" | 11.0 | 8,8 × 6,6 | 3.9× |
| 1" | 16.0 | 12,8 × 9,6 | 2.7× |
Informationen zu Sensorabmessungen, Pixelgröße und Objektivkompatibilität, die über diese Tabelle hinausgehen, finden Sie in der vollständigen Liste der Bildsensoren.
Fortgeschrittene optische Überlegungen
Telezentrizität in der industriellen Bildverarbeitung
Bei Messanwendungen gewährleisten telezentrische Objektive eine konstante Vergrößerung, unabhängig von der Objektentfernung innerhalb der Schärfentiefe. Bei der telezentrischen Abbildung im Objektraum befindet sich die Eintrittspupille im Unendlichen, während bei der telezentrischen Abbildung im Bildraum die Austrittspupille im Unendlichen liegt, wodurch sichergestellt wird, dass die Hauptstrahlen parallel zur optischen Achse verlaufen.
Zusammenhang zwischen Blendenzahl und numerischer Apertur
Bestimmt die Schärfentiefe und die Beugungsgrenze
Welchen Einfluss hat die Brennweite auf die Systemauslegung?
Um zu verstehen, was die Brennweite von Linsensystemen ist, muss Folgendes berücksichtigt werden:
- Schärfentiefe: DOF ≈ 2Nc(u²/f²), wobei N = Blendenzahl, c = Verwirbelungskreis
- Hyperfokaldistanz: H = f²/(Nc) + f
- Beugungsgrenze: Durchmesser der Airy-Scheibe = 2,44λ(f/#)
- Eintritts-/Austrittspupille: Bestimmt die Vignettierung und die Telezentrizität
Auswirkungen von Verzerrungen auf das Sichtfeld
Die Standardgleichung für die Brennweite geht von einer Verzerrung von Null aus. Tatsächliche Linsen weisen folgende Eigenschaften auf:
- Fassverzerrung: Tatsächliches Sichtfeld > berechnetes Sichtfeld (typisch für Weitwinkelobjektive)
- Pincushion distortion: Actual FOV < calculated (typical in telephoto)
- Fisheye-Projektion: Erfordert alternative Modelle (äquidistantes, stereografisches)